Bilderbücher, App Geschichten und digitale Bilderbücher? Muss alles digitalisiert werden?

Bilderbücher, App Geschichten und digitale Bilderbücher? Muss alles digitalisiert werden?


Immer mehr wird von der Digitalisierung der Welt gesprochen. Immer früher werden die Kinder mit den neuen Medien in Kontakt gebracht. In der Schule beginnt man immer früher, die Kinder ans Tablet oder den PC zu setzen. "Medienkompetenz fördern" nennt man dies. Wann ist das Hirn überhaupt genug ausgereift, um all diese Informationen aufzunehmen? 

In einer Weiterbildung zur Bibliothekarin hat ein Dozent prognostiziert, dass es irgendwann eine Generation geben wird, welche nicht mehr fähig ist, zweidimensionale Bilder zu erkennen. Meines Erachtens eine erschreckende Vorstellung. Eine Lerntherapeutin hat erzählt, dass das Hirn nur interessante Sachen aufnimmt und auch behält. Daher sei es unumgänglich, dass man 30 Minuten vor dem Lernen (Beispiel: Vokabeln) und auch 30 Minuten nach dem Lernen, keine bewegten Bilder konsumieren sollte. So lange benötigt das Hirn nämlich, die gelernten Informationen zu speichern. Wenn früher ein bewegtes Bild kommt, nimmt das Hirn lieber dieses auf (ist ja viel interessanter!) und vergisst die zuvor gelernten Vokabeln. 

Immer mehr Bücher sind mit digitalen Zusätzen ausgestattet. Bei manchen benötigt man einen Stift dazu. Man fährt über die Bilder und erweckt Töne und Erklärungen zu den passenden Bildern. Es gibt verschiedene Stifte und natürlich funktioniert jede Marke nur einzeln. Abgestimmt sind die diversen Bücher eigentlich nicht miteinander. Für welchen Stift oder welche Marke soll man sich entscheiden? Eine schwierige Frage, welche jede Familie selber entscheiden muss.

Neu gibt es auch verschiedene Apps. Schön finde ich, wenn die Bilderbücher ohne App erzählt und angeschaut werden können. Natürlich gibt es auch ein paar coole Sachen und Features. Dies kann bereichernd sein.

Ich bin ein totaler Bilderbuchliebhaber. Ich erfreue mich an guten und speziellen Geschichten und an wunderschönen Illustrationen. Zudem mag ich Klassiker. Da werde selbst ich wieder zum Kind. Man kann sich in der Geschichte verlieren und immer neues entdecken. Was jedoch ab und zu interessant ist, sind die Möglichkeiten des Verbindens des klassischen Bilderbuches und der digitalen Welt. Und sich auch dort an gut gemachtem zu erfreuen. Wenn man auch dieses Bücher vorlesen kann, ist dies ein gutes sowohl als auch.

Wie bei allen Büchern gilt auch hier - sind sie mit Liebe gemacht, ist schon viel richtig.

Ein tolles Beispiel habe ich beim Knesebeck Verlag gefunden.*










Meine persönliches Fazit: Wenn man ab und an ein Bilderbuch mit App/Stift anschaut, finde ich dies bereichernd. Dies sollte aber klar mit dem Kind zusammen gemacht werden und auch alters entsprechend sein. Ein zweijähriges Kind sollte nicht mit einem Tablet oder Stift ruhig gestellt werden. Und ganz klar sollten ganz viele Bilderbücher vorgelesen und zusammen entdeckt werden.

Wie ist eure Meinung, Vorlieben und Erfahrungen mit den Bilderbüchern und Apps?

*Die Bücher des Videos heissen "Die kleine Brilleneule" (Rezension hier) und "Ist da ein Freund" (Rezension hier)

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