Interview mit Hilkje Hänel

Interview mit Hilkje Hänel



Foto privat

Allgemein


Name, Vorname: Hänel, Hilkje

Wohnort: Berlin

Beruf: Lohnschreiberin

Familie, Haustier: Ja und manchmal

Hobbies: Wenn Zeit ist...

Musikgeschmack: Mal gut, mal schlecht.

Lieblingsschriftsteller: Angela Carter, Sarah Kane, Fred Vargas, Henning Mankell, Colm Tóibín, Ian McEwan, Doris Lessing und J.M. Coetzee


Persönliches

Hund oder Katze: Border Collie

Winter oder Sommer: Winter

Frühaufsteher oder Nachtmensch: Hauptsache viel Schlaf

Berge oder Meer: Beides

Mit welchem Star möchten sie mal essen gehen (egal ob dieser Star noch lebt oder nicht): Lieber mit der eigenen Familie.

Lieblingsessen: Lasagne (vegetarisch bitte!)
Lieblingsgetränk: Kommt auf die Uhrzeit an.

Lieblingsserie: Je nach Stimmung.

Lieblingsbuch: Hab ich nicht.

Mit wem möchten sie nicht im Lift steckenbleiben? Die Liste ist lang.

Was nehmen sie mit auf eine einsame Insel? Ein Boot.



Berufliches

Wie sieht ihre Schreibwerkstatt aus? Wo schreiben sie am liebsten? Jetzt gerade im alten Sessel meines Opas in der Ecke vom Wohnzimmer (ist auch unser Arbeitszimmer).

Um welche Tageszeit fällt ihnen das Schreiben besonders leicht? Das hat eher mit dem Text als der Zeit zu tun.

Wie kommen die Namen der Protagonisten zu Stande? Im Zeitstress.

Woher nehmen sie die Inspiration für die Geschichten? Um mal meine eigene Danksagung zu zitieren: Mit einer gewissen Dreistigkeit habe ich mich vieler kleiner Momentaufnahmen und Geschichten anderer bedient, um dieses Buch zu schreiben. Ungehemmt habe ich die verschiedensten Fragmente in meine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse eingeflochten, um sie dann in diese Geschichte zu kippen. Einige werden ihre alte Wohnung wiedererkennen, andere ihr Atelier, manche ihre Kneipe, ihren Namen oder ein Gespräch, einen Erinnerungsfetzen, ein Leben. Was ich aufgeschrieben habe, ist somit ebenso mein Text wie der Text vieler anderer. Aber damit steht das Buch der Stadt Berlin in nichts nach: Berlin ist – ebenso wie dieses Buch – gemacht aus den Erinnerungen, den erhofften Geschichten und den gelebten Fantasien vieler. Das, was nicht mit der Realität übereinstimmt, ist unser Berlin. Alles andere passiert so – oder so ähnlich – tagtäglich vor meinem Fenster. Diese Danksagung gilt also euch allen: Denen, mit denen ich eben noch in der Sonne vor der Ankerklause am Landwehrkanal saß, ebenso wie denen, die ihre verworrenen Gedanken alle gleichzeitig erzählen, und den anderen, die die Eckkneipen mit Rauch füllen; ebenso wie den Ratten, die auf die Dämmerung warten, und dem alten Mann, der sein Klavier vor den Netto am Kottbusser Damm schiebt.“

Welche Projekte oder Neuerscheinungen sind im neuen Jahr geplant? Wann kommt ein neuer Fall für Alex und Markus in die Läden? Alex und Lepke kommen im Sommer 2018 wieder und haben es dieses Mal mit Todesfällen von Refugees zu tun.

Welche Persönlichkeit ähnelt ihnen mehr? Alex oder Markus? Hoffentlich keiner der beiden.

Haben sie einem Protagonisten schon mal einen Tick oder Makel angedichtet, welchen sie nicht mehr so schreiben würden? Welchen? Manchmal haben die ja auch ein Eigenleben, da kann man dann gar nichts machen...

Fahren sie selber Motorrad oder warum fährt Alex eine BMW R 1200R? Fahre ich nicht, vielleicht würde ich manchmal gern.

Von wem hatten sie Hilfe bei der Recherche zum Buch „Engel der Erlösung“? Meiner eigenen Doktorarbeit.

Warum das Thema häusliche Gewalt? Weil es im Krimi häufig um die brutalen Ausnahmefälle geht und ich das erzählen wollte, was sonst  im Krimi oder Fernsehen keinen Raum findet: den ganzen normalen Alltag – so wie ihn viele tagtäglich erleben.

Wie ist ihre Einstellung zu Bibliotheken in der heutigen Zeit? Benötigt es diese überhaupt noch? Ja. Da sitze ich, wenn der Sessel im Wohnzimmer schon blockiert ist!

Vielen herzlichen Dank für die Zeit. Ich freue mich sehr aufs neue Buch und werde dies gleich terminieren.

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