Das kann doch weg! von Fumio Sasaki

Inhalt

»Früher habe ich ständig über Dinge nachgedacht, die mir noch fehlten zu meinem vermeintlichen Glück.« Eigentlich ist Fumio Sasaki ein ganz normaler junger Mann, oft gestresst und darauf aus, seinen materiellen Wohlstand zu mehren – bis er eines Tages beschliesst, sein Leben radikal zu ändern: Er reduziert seinen Besitz auf ein Minimum. Mit bemerkenswerten Effekten: Plötzlich fühlt er sich frei. Er hat mehr Zeit, mehr Geld und ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit für jede einzelne Sache, die er jetzt besitzt.

Sasakis eigene Erfahrungen motivieren dazu, alles Überflüssige endlich loszulassen – und mit seinen einfachen und praktischen Tipps gelingt das auch. Er öffnet allen Lesern die Augen dafür, wie eine neue minimalistische Lebenshaltung nicht nur die eigenen vier Wände verwandeln, sondern das ganze Leben auf ungeahnte Weise bereichern kann.

Leseprobe

Autoreninfo

Fumio Sasaki, geboren 1979, arbeitete als Cheflektor des japanischen Verlags Wani Books, bevor er freier Autor wurde. Derzeit lebt er in einer 20 Quadratmeter grossen Wohnung in Tokio, die nur mit einer kleinen Holzkiste, einem Schreibtisch und einer Rollfuton-Matratze ausgestattet ist.

Autorenseite

Meine Meinung

Dieses Sachbuch macht neugierig. Neugierig aufs Leben. Neugierig aufs "wie weit kann man gehen"? Neugierig darauf, auf was man alles verzichten kann.

Fumio Sasaki hat das Buch schön gegliedert. Als Erstes widmet er sich der Frage, warum Minimalismus nötig sei. Auch der Frage, warum wir so viel anhäufen wird auf den Grund gegangen. Die 55 Tipps für einen minimalistischen Lebensstil und wie man sich von Sachen trennt sind einfach formuliert. Mit Zusatztipps, einem Schlusswort und einer Zusammenfassung endet das Buch.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und man kann es sehr flüssig lesen. Man muss auch nicht der Reihe nach gehen sondern kann kreuz und quer durchs Buch hüpfen. Die Weisheiten im Buch regen sehr zum Nachdenken an. Viele Sachen erscheinen dem Leser sicher logisch. Wenn man sie aber bewusst liest, denkt man darüber nach, geht in sich und verinnerlicht es vielleicht sogar. 

Das Thema Dankbarkeit und glücklich sein ist ein roter Faden, welcher sich durchs ganze Buch zieht. Dass Begegnungen und Erlebnisse glücklicher machen als Materialismus, wird mehrmals genannt und aufgezeigt. Sasaki erzählt viele persönliche Erfahrungen im Buch. Diese waren mir ab und an etwas zu extrem und ich könnte mir dies für mich nicht vorstellen. Der Autor lebt enorm minimalistisch. Die Fotos im Buch zeigen seinen Lebensstil bildlich. Er hat zum Beispiel seine wichtigsten Sachen immer in einer Tasche gepackt. Somit könne er innert Sekunden aus seiner Wohnung verschwinden und hätte alles dabei. 

Ich fand das Buch sehr faszinierend. Jedoch ist für mich klar, dass bei meiner Familie mit 4 Personen ein Handtuch fürs Duschen, Gesicht, Besuch und Armaturen abwischen nicht möglich ist. Aber ich bin ganz klar der Meinung, dass wir einfach zu viele Dinge besitzen, welche nicht nötig sind. Leider werden ein paar Beispiele mehrmals genannt. Dies hat mich etwas irritiert und ich fand die Wiederholungen unnötig.

Meiner Meinung nach halten wir uns folgendes zu wenig vor Augen:

Akzeptieren wir den Gedanken einfach, dass es immer jemanden gibt, der besser ist als wir. Sobald wir uns mit den Leuten vergleichen, verlieren wir jedes Selbstbewusstsein und jeden Antrieb. (Zitat Buch S. 172)

Wie bei jeder Veränderung braucht auch diese aber Zeit. Ich habe mir nun vorgenommen, unseren Ballast gezielt etwas abzubauen und keine grossen Vorräte mehr anzuhäufen. In diesem Beispiel nicht nur in der Küche sondern auch im Bereich Bad oder Büro. 

Das Buch erhält von mir 4 von 5 Sterne.

Das Buch wurde mir als Rezensionsbuch zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

ⓒHerzensangelegenheitBuch


Buchinfos

Einband Paperback
256 Seiten
Erscheinungsdatum 12.02.2018
Verlag Integral
Preis Fr. 29.90


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