Vorlesen - meine liebsten Vorlesebücher aus der Kindheit



Der erste Schweizer Vorlesetag am 23. Mai 2018 rückt näher. Aus diesem Grund hat MINT&MALVE die Blogparade #vorlesefieber gestartet.

Gerne möchte ich euch hier meine liebsten Bilderbücher aus meiner Kindheit vorstellen.

Als Kind wurde mir und meinem Bruder viel vorgelesen. Wir hatten viele Bilderbücher zu Hause und konnten immer aus dem Vollen schöpfen. Jeden Abend durften wir ein Buch zum Erzählen auswählen. Meine Mutter erzählte gerne und viel Bilderbücher. Mein Vater sang lieber mit uns zusammen. Die Lieder durften wir immer aus dem Buch "Das grosse Liederbuch" aussuchen. Ein Lied mein Bruder, ein Lied ich. Diese Abendrituale waren immer schön und oftmals versuchten wir, noch eine Geschichte oder ein Lied mehr rauszuschlagen. Ab und zu gelang uns dies sogar.

Diese Rituale wollte ich auch mit meinen eigenen Kindern weiterführen. Wie schon bei meinen Eltern, erzählte ich lieber die Geschichte und mein Mann sang lieber. Die Kinder genossen dies immer sehr. Schön fand ich, wenn meine Kinder die "alten" Bücher erzählt haben wollten. Dies liess mich in meine Kindheit zurückkehren und ich glaube, ich erzählte die Bücher genau so, wie meine Eltern mir die Geschichte damals erzählt haben. Es gibt noch jetzt Situationen, bei welchen meine Kinder darüber lachen, wie wir die Stimme verstellten, damit alle Figuren anders klingen und daran erkannt werden konnten. Mein Mann zum Beispiel, erzählte vor ein paar Jahren den Kindern die Geschichten der Schule der Magischen Tiere. Als dann der zweite Band erschien, wusste er kaum mehr, wie Henrietta oder die anderen Tiere tönen. Die Kinder klärten dies jedoch schnell.

Da ich täglich mit Büchern arbeite, fällt es mir sehr schwer, Lieblingsbilderbücher zu benennen. Dies einfach, weil es so viele wunderbare Bilderbücher gibt. Also beschränke ich mich auf die Bilderbücher meiner Kindheit.

Nikolaus und der dumme Nuck

Inhalt: Nuck, der Esel, ist verunsichert. Der Fuchs hat ihm eingeredet, dass er dumm sei: Denn er wartet geduldig in der Kälte, wenn sich der Nikolaus in der warmen Stube die Verse der Kinder anhört. »Willst du nicht selber einmal Nikolaus sein?«, fragt der Fuchs. »Keine schlechte Idee«, findet Nuck. So zieht er sich den Nikolausmantel über und macht sich auf den Weg ins Dorf. Die Waldtiere freut’s – sie lachen und bekommen erst noch einen Festschmaus.
Der Esel lässt sich verführen und bringt die Kinder mit seiner Ungeschicktheit zum Lachen. Und doch versteht man ihn auch, den »dummen« Esel und seinen Traum vom Nikolausleben.

Mimi und Brumm

Leider heissen die Bücher nun "Ernest und Celestine". Warum die liebevollen Bücher umgetauft wurden, weiss ich nicht und kann ich auch nicht nachvollziehen. Mimi, die kleine Maus und Brumm, der Bär sind eine Familie. In meinem Lieblingsbuch feiern sie zusammen Weihnachten. Sie können sich Weihnachten eigentlich nicht leisten. Mimi ist sehr traurig. Brumm kann dies nicht auf sich beruhen lassen und bastelt mit einfachen Sachen Schmuck und dekoriert alles. Danach feiern sie zusammen.



Mein Esel Benjamin

Susi wohnt auf einer leinen Insel im Mittelmeer, zusammen mit ihrem Papa, ihrer Mama, ihrem Schwesterchen Angelika und mit dem Esel Benjamin.
Benjamin wohnt bei ihnen seit dem Tag, an dem Susi ihn gefunden hat.

In diesem Buch erzählt sie die wunderbare Geschichte: wie Benjamin zu ihr nach Hause kam, was sie alles zusammen gemacht haben und von dem grossen Abenteuer, das sie zusammen erlebten. Das Buch enthält  wunderbare schwarzweiss Fotos. Ich habe dieses Buch geliebt.






Vor ein paar Jahren habe ich dann das nachfolgende Buch entdeckt. Ich wusste nicht, dass es eine zweite Geschichte rund um Susis Schwester gab. Natürlich habe ich das Buch gekauft, jedoch fand ich es nicht so gut. Trotzdem gehören diese beiden Bücher irgendwie zusammen. 





Die Bilderbücher von Bernadette gezeichnet


Ich habe die Bücher, welche Bernadette illustriert hat, geliebt. Dabei kam es nicht einmal auf das Märchen drauf an. Ich fand alle toll. Vor zwei Jahren kam dann ein wunderschöner Sammelband der von Bernadette illustrierten Märchen auf den Markt. Diesen habe ich von meiner Familie zu Weihnachten geschenkt bekommen. Das Bild der Schneekönigin ist eines meiner liebsten Bilder.






Schweizer Vorlesetag



Vorlesen ist wichtig. Darum findet am 23. Mai 2018 erstmals der Schweizer Vorlesetag statt. Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien SIKJM organisiert den nationalen Aktionstag in Kooperation mit famigros20 Minuten, kibesuisse, dem Verein der Leseanimatorinnen, dem Netzwerk Kinderbetreuung, dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband und vielen weiteren Partnern.



Auf der Website des Schweizer Vorlesetags findet ihr hilfreiche Tipps zum Vorlesen und könnt euch selber als Vorleserin oder Vorleser eintragen. Ihr müsst dies weder beruflich, noch öffentlich machen. Jedes Vorlesen ist wichtig und schön. Getraut euch!

Kommentare

  1. Liebe Nicole, ganz herzlichen Dank für deinen Beitrag zur Blogparade! Wunderschön, wie du dich an die Vorlesezeit mit deinen Eltern erinnerst und mit wieviel Herz du uns deine liebsten Kinderbücher vorstellst! Liebe Grüsse, Eliane (MINT & MALVE)

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    1. Liebe Eliane, vielen Dank für dein Lob. Und vor allem für deine tolle Blogparade. Dabei werden Erinnerungen wach und man merkt, wie wichtig das Vorlesen wirklich ist. Ich freue mich auf viele weitere Beiträge auf deinem Blog. Liebe Grüsse, Nicole

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