Interview Lars Schütz

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Allgemein

Name, Vorname: Schütz, Lars
Wohnort: Düsseldorf
Beruf: Werbetexter
Musikgeschmack: Melancholisches Gitarrengeschrammel
Lieblingsschriftsteller: Zu viele, um mich hier auf einen zu beschränken, deshalb eine Top 3: Markus Zusak, Joey Goebel und Benedict Wells.

Persönliches

Hund oder Katze: Definitiv Hund.
Winter oder Sommer: Sommer.
Frühaufsteher oder Nachtmensch: Auf jeden Fall Nachtmensch, morgens drücke ich mindestens dreimal auf Snooze.
Berge oder Meer: Da lasse ich mir am liebsten eine salzige Meeresbrise um die Ohren wehen.
Lieblingsessen: Alles, was italienisch ist, am liebsten Risotto.
Lieblingsgetränk: Egal ob Mate, Kaffee oder Cola zero – mein Koffein-Level halte ich immer auf möglichst hohem Level.
Lieblingsfernsehserie: Hier schummle ich auch wieder mit einer Top 3: Stranger Things, Game of Thrones und Breaking Bad.
Lieblingsbuch: Das ist wahnsinnig schwer, deshalb auch wieder ein Dreierpack: Die Kunst des Feldspiels von Chad Harbach, Vincent von Joey Goebel und Das Ende der Einsamkeit von Benedict Wells
Lieblingssportart: Der gute, alte Volkssport Fußball

Berufliches

Wie sieht ihre Schreibwerkstatt aus? Wo schreiben und arbeiten sie am liebsten?
Am liebsten auf meinem Schreibsessel zu Hause, aber berufsbedingt muss ich überall schreiben, wo ich gerade Zeit habe – sei es in der Bahn, im Flieger oder sonstwo.

Um welche Tageszeit fällt ihnen das Schreiben besonders leicht?
Erst nach Mitternacht, wenn niemand mehr etwas von einem will und der Rest der Stadt schon schläft, kann ich mich so richtig auf das Geschehen im Text fokussieren. Aber inzwischen habe ich genug Routine, um auch zu anderen Zeiten etwas abliefern zu können. Anders wäre dieses Pensum gar nicht möglich.

Wie kommen die Namen der Protagonisten zu Stande? Ist der Name von Anfang an klar oder kann dieser bis am Schluss noch wechseln?
Die Namen stehen von Anfang an fest, manchmal ergoogle ich sie mir, manchmal wälze ich auch tatsächlich Online-Telefonbücher und baue mir welche zusammen.

Woher nehmen sie die Inspiration für die Geschichten?
Das ist immer eine schwierige Frage, weil man Inspiration nicht an einer Sache festmachen kann. Manchmal ist es ein Gespräch, manchmal ein Buch, ein Film, eine Serie, eine Doku oder ein Zeitungsartikel. Daraus formt sich dann irgendwann eine Grundidee, aus der dann nach ganz viel Nachdenken ein Plot reift.

Entwickeln sich die Figuren manchmal in eine ungeahnte (und manchmal vielleicht auch nicht gern gesehene) Richtung?
Ich plane meine Plots recht straff und bin auch eher handlungs- als figurengetrieben, von daher passiert das in meinen Thrillern recht selten. Aber im kleineren Rahmen kann das auch bei mir vorkommen. Für mich hat das allerdings schnell etwas Esoterisches, wenn man sagt, die Figuren entwickeln ihr Eigenleben. Ich sehe mich als Handwerker – und ein Tischler würde auch nicht sagen, dass sein Stück Holz auf einmal ein Eigenleben entwickelt hat.

Welche Projekte sind im neuen Jahr geplant? Erscheint ein zweiter Band rund um Rabea und Jan?
Jap, ich schreibe schon seit Anfang dieses Jahres an der Fortsetzung, die dann wahrscheinlich im ersten Halbjahr 2019 erscheinen wird.

Wenn ja, spielt dieser Teil in der Schweiz? Schliesslich muss ja auch noch das Rätsel um Rabeas Schwester aufgeklärt werden J
Ein Teil der Geschichte wird in der Schweiz spielen, auch so viel darf ich sagen. Allerdings wird es noch ein paar andere, äußerst überraschende Schauplätze geben – beispielsweise in den USA. Das Rätsel um Rabeas Schwester wird actionreicher, temporeicher und komplexer, das Schreiben macht gerade richtig Spaß.

Wie stehen sie zu der Schweiz? Was gefällt ihnen und was weniger?
Ich mag die Schweiz sehr und bin ein großer Fan von Rivella, Ovomaltine, Migros und Co. Bei jedem Besuch fühle ich mich sehr wohl. Was mir manchmal etwas negativ auffällt, ist, dass manche Menschen recht engstirnig und konservativ sein können – aber ist ja nicht so, als ob das in Deutschland nicht auch der Fall wäre

Wie ist ihre Einstellung zu Bibliotheken in der heutigen Zeit? Benötigt es diese überhaupt noch?
Bibliotheken werden wir immer brauchen, heute vielleicht sogar noch mehr als früher. Für mich ist eine Bibliothek nicht einfach nur ein Ort, in dem man Bücher ausleiht, sondern in den man sich zurückzieht, in dem man sich trifft, in dem man Neues entdeckt. Und damit wird auch das Internet so schnell nicht mithalten können. Die Stille in einer Bibliothek ist etwas sehr Erhabenes und Schützenswertes.

Vielen herzlichen Dank für die Zeit. Ich freue mich sehr auf den zweiten Band und bin sehr gespannt.

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