Drei Stunden von Anders Roslund

Drei Stunden ; Anders Roslund ; Börge Hellström ; Blanvalet

Inhalt

In einem Stockholmer Krankenhaus wurde eine Leiche in die Obduktion eingeschleust – niemand weiss, wer der Tote ist. Als plötzlich weitere Leichen am selben Ort gefunden werden, ahnt Kommissar Ewert Grens: Jemand versucht elegant seine Spuren zu verwischen. Die Fährte führt zu einem Massengrab, wo ausserdem ein Handy auftaucht, auf dem Fingerabdrücke gesichert werden: die des Doppelagenten Piet Hoffmann. Ewert Grens muss erneut gegen seinen Freund ermitteln – doch wo steckt dieser?  

Autoreninfo

Roslund, Anders
Anders Roslund, der für seinen investigativen Journalismus mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, ist einer der erfolgreichsten und anerkanntesten skandinavischen Krimiautoren unserer Zeit. Roslund ist Teil des Autorenduos Roslund & Hellström, das viele wichtige Preise erhielt, u.a. den CWA International Dagger, den Skandinavischen Krimipreis und den Preis der schwedischen Krimiautoren. Die Romane von Roslund & Hellström werden gerade sowohl in Europa als auch in Hollywood verfilmt. "Made in Sweden" ist Anders Roslunds siebter Roman und der erste, den er gemeinsam mit Stefan Thunberg verfasst hat.

Hellström, Börge
Börge Hellström (1957-2017), ein ehemaliger Strafgefangener, war freier Autor und Berater in mehreren schwedischen Fernsehsendungen zum Thema Drogenabhängige und Jugendliche im Strafvollzug. Zusammen mit Anders Roslund verfasste er die preisgekrönten Thriller über Ewert Grens. 


Meine Meinung

Ewert Grens ermittelt in einem emotional schwierigen Fall. In einer Leichenhalle befindet sich eine Leiche zuviel. Niemand weiss, woher sie kommt und wer sie ist. Das Auftauchen von 74 Leichen in einem Container schockt alle. Ist hier eine Schlepperbande am Werk? Und warum werden den Ermittlern dauernd Steine in den Weg gelegt? Als in einer Jacke ein Handy zum Vorschein kommt, welches die Fingerabdrücke von Piet Hoffmann trägt, macht sich Ewert auf die Suche nach seinem Freund. 

Dieses Buch benötigt eine gewisse Anlaufzeit. Wie auch bei den Vorgängern, werden in den ersten 150 Seiten viele Infos und Verwicklungen aufgezeigt. Danach nimmt die Geschichte aber rasant Fahrt auf. Dieses Mal ist die Sachlage jedoch anders - Wo in den ersten zwei Teilen Piet Hilfe benötigte, ist es dieses Mal Ewert. Dass Piets Familie vermehrt in der Geschichte auftaucht, fand ich toll. 

Da ich nicht spoilern möchte, werde ich hier nicht auf einzelne Szenen eingehen. Das Thema ist extrem aktuell. Das Autorenduo hat die Situation sehr direkt und schonungslos aufgezeigt und ich musste mehrmals tief durchatmen.

Eigentlich dachte ich, dass dies der Abschluss der Serie war. Jedoch hat Anders Roslund in seinem Nachwort eine Anspielung getätigt, bei welcher man voller Freude auf einen weiteren Band hoffen kann. Darin heisst es nämlich:

Und natürlich werden sie (Piet und Ewert) auch noch ein viertes Mal begegnen. Aus einem anderen Grund. Für ein weiteres Abenteuer. Der Titel des Romans? Tja, er setzt sich aus zwei Worten zusammen. Das erste kann man sich denken, oder? (Zitat S. 539)


Ich vergebe diesem Buch gerne 5 von 5 mutigen Kindern.

Das Buch wurde mir durch das Bloggerportal und den Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

Buchinfos

Einband Taschenbuch
544 Seiten
Erscheinungsdatum 21.01.2019
Verlag Blanvalet
ISBN 978-3-37341-0678-1
Preis Fr. 14.90

Kommentare

  1. Zum Glück gibt es Anzeichen auf einen nächsten Band... Bereits heute freue ich mich darauf.
    Piet und Ewert lassen mich nicht los... Wieder hat Roslund es geschafft aktuelles Zeitgeschehen in einen spannungsgeladenen Thriller zu verpacken. Das Buch gehört in die Kategorie Bücher welche ich noch auf der Treppe beim Wechsel der Stockwerke nicht aus der Hand legen kann....
    Für mich ist immer die Gratwanderung zwischen den fliessenden Übergängen von Gut zu Böse faszinierend. So stellt sich mir bei Piet immer wieder die Frage "Wieviel Böses (sprich Tote) muss oder kann man akzeptieren (wenn überhaupt)".
    Die Aktualität und Detailgenauigkeit der Geschichte wurde mir beim Lesen des folgenden Berichts im Tagesanzeiger bewusst: https://desktop.12app.ch/articles/25464359.

    Besten Dank für die treffende Rezession.

    Jürg Zaugg

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