Vom gleichen Blut von Alexander Hartung

Vom gleichen Blut ; Alexander Hartung ; Edition M

Inhalt

Die Entführung der 14-jährigen Tochter eines Bauunternehmers erregt die Aufmerksamkeit des ehemaligen Kripoermittlers Nik Pohl und seines Freundes Jon. Denn trotz des großen medialen Interesses dringen nur wenige Details an die Öffentlichkeit. Sie finden heraus, dass der Fahrer der wohlhabenden Familie bei der Entführung erschossen wurde und das Mädchen offensichtlich in großer Gefahr schwebt.
Nachdem eine Lösegeldforderung eingeht, konzentrieren sich die offiziellen Ermittlungen auf die Opfer eines Bauskandals, für den der Unternehmer verantwortlich sein soll. Doch Nik ist überzeugt, dass diese Spur nur eine Ablenkung ist. Als ein stadtbekannter Krimineller ihn dazu nötigen will, seine Ermittlungen einzustellen, sieht er das als Bestätigung.
Dann verschwindet ein weiterer Jugendlicher …

Autoreninfo

Alexander Hartung wurde 1970 in Mannheim geboren. Schon während seines Volkswirtschaftsstudiums begann er mit dem Schreiben und entdeckte seine Liebe zu Krimis. Mit seinen beiden Serien um die Ermittler Jan Tommen und Nik Pohl eroberte er die Kindle-Bestsellerliste. Aktuell lebt Alexander Hartung mit Frau und Kind in seiner Geburtsstadt Mannheim.

Meine Meinung

Der zweite Fall rund um Nik Pohl und seinen Freund Jon beginnt langsam und gemächlich. 
(Rezension Teil 1 hier) Die Tochter eines Bauunternehmers wird entführt und die Polizei ermittelt. Auch Nik Pohl interessiert dieser Fall und er beginnt selber zu ermitteln. Dies natürlich mit der tatkräftigen und finanziellen Hilfe seines Freundes Jon. Es gibt viele Fährten zum Verfolgen und ihnen werden viele Steine in den Weg gelegt. Aber es wäre kein Nik Pohl Thriller, wenn ihn dies aufhalten würde.

Der Schreibstil ist wieder flüssig und einfach gehalten. Jedoch kommt die Spannung erst etwas später im Buch auf. Am Anfang kommen immer mehr Personen in die Geschichte, welche aus erster Sicht nichts mit dem Fall zu tun haben. Dies ändert sich aber im letzten Teil des Buches und alle Puzzlesteine greifen ineinander. Mir persönlich war es aber hier fast zuviel des Guten. Manche Leser mögen die verschiedenen Ermittlungsstränge und verdächtigten Personen spannend finden, mir war es zu konzipiert und zu gesucht. 
Die Realität bleibt völlig auf der Strecke. Geld ist im Überfluss vorhanden, Kameras/Waffen etc können sehr schnell und unkompliziert besorgt werden und wenn kein Anhaltspunkt mehr vorhanden ist, geht irgendwo ein kleines Türchen mit einer abstrusen Idee auf, welche dann natürlich genau das Richtige für das weitere Lösen des Falls ist. Da kann Herr Pohl noch oft sagen, dass ihm sein Riecher abhanden gekommen ist. 

Es wird ausserdem Miras Tod erwähnt und im nachhinein ergibt der Titel des ersten Buches auch Sinn. Ob dies nicht auch im ersten Buch hätte thematisiert werden müssen, sei dahingestellt.

Die Figuren sind authentisch weitergeführt aus Teil eins und das hat mir gefallen. Auch fand ich toll, dass Balthasar etwas mehr Handlung erhielt. Diesen Charakter finde ich witzig und er wertete für mich ganz klar das Buch auf.

Das Buch habe ich ziemlich schnell durchgelesen und es hat mich mehrheitlich unterhalten, jedoch konnte es mich leider wieder nicht vollständig überzeugen. 

Daher vergebe ich diesem Buch 3 von 5 DNA Stränge.

Vielen Dank an Buchcontact für dieses Rezensionsbuch.

Buchinfos

Einband Taschenbuch
305 Seiten
Erscheinungsdatum 30.04.2019
Verlag Edition M
ISBN 978-2-91980-649-2
Preis 4.99 Euro

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