K.I. von Markus Warken

Markus Warken ; K.I. ; Gmeiner Verlag

Inhalt

Die Studentin Jana sitzt vor ihrem Computer und kann es nicht fassen: Terroristen kennen nicht nur ihre private E-Mail-Adresse, sondern auch ihren echten Namen, ihren echten Wohnort. Und das, obwohl sie nur online und mit falscher Identität für ihre Seminararbeit über Propaganda recherchiert hat. In Panik wendet sie sich an ihren Schulfreund Nils, einen begnadeten Hacker. Er löscht einen Virus von ihrem PC, doch Jana ahnt nicht, dass damit der Albtraum erst richtig beginnt.

Autoreninfo

Markus Warken wurde 1965 in Saarbrücken geboren. Er ist Vater von drei Kindern und lebte mehrere Jahre in Bonn, Cambridge, Brüssel, Ulm und Berlin. Der promovierte Physiker arbeitet in der Forschung und Entwicklung eines weltweit führenden Technologieunternehmens und verfügt über einen tiefen Einblick in die Möglichkeiten und Entwicklungen der Computer- und Telekommunikationsindustrie. Seine Leidenschaft für das Schreiben begann im Flugzeug auf einer Dienstreise.

Meine Meinung

Jana studiert in Berlin. Mit ihrer Freundin Wibke besucht sie einen Vortrag und muss ein Thema wählen um eine Seminararbeit darüber zu schreiben. Jana wählt das Thema Propaganda in asymmetrischen Kriegen. Ihr Professor bittet sie, vorsichtig bei der Recherche zu sein. Jana sucht in verschiedenen Foren nach Antworten und stellt etwas ungeschickte Fragen. So kommt sie mit Islamisten und Rechtsradikalen in Kontakt. Ein paar Tage später erhält sie Nachrichten auf ihre private E-Mail-Adresse. An Anfang löscht sie diese unbedarft. Nachdem sie aber auch SMS auf ihr Handy erhält und sich verfolgt fühlt, kriegt sie Angst. Sie nimmt Kontakt zu einem früheren Kollegen auf, welcher sie per Zufall an der Uni trifft. Nils ist ein IT Spezialist und beginnt nachzuforschen. Jedoch beginnt dann das ganze Chaos erst.

Markus Warkens Schreibstil ist flüssig und man ist ziemlich schnell in der Geschichte drin. Der Autor beschreibt die ganzen Internetsachen, Programme und Verschwörungsarten detailliert. Die Figuren selbst aber eher weniger. Janas Ängste werden direkt zum Leser getragen und man fühlt sich regelrecht mitverfolgt. Jedoch muss ich zugeben, dass ich auch meine Mühe mit Jana hatte. Sie ist unglaublich naiv und lernt lange nichts aus ihren Fehlern. Sie ist unsicher und lässt sich (immer wieder) von Wibke manipulieren, was mich mehrmals die Augen rollen liess. Auch sonst ging mir ihre unbedachte Art irgendwann etwas auf die Nerven. Markus Warken hat sicher immens viel rund um die künstliche Intelligenz, Hacker, Internet und Programme recherchiert. Dies merkt man beim Lesen gut, jedoch war es mir manchmal fast ein wenig zu komplex. Als Alltagsnutzer waren mir ein paar Sachen fast ein wenig zu kompliziert. Natürlich ist es beängstigend was Jana passiert. Und höchstwahrscheinlich ist mehr daran möglich als man denkt. Aber will man dies wirklich alles wissen?

Die Geschichte plätscherte anfangs fast ein wenig dahin und nahm aus meiner Sicht erst richtig Fahrt auf, als die Polizei und die Ermittler aus der NSA ins Spiel kommen. 

Fazit: Der Autor hat mit diesem Buch ein aktuelles Thema aufgenommen. Künstliche Intelligenz und totale Überwachung regen etwas zum Nachdenken an. Jedoch war mir das Buch manchmal wirklich etwas zu technisch. Ein Buch, welches man lesen kann, jedoch nicht muss.

Ich vergebe diesem Buch 3 von 5 Computer.

Vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsbuch.

Buchinfos

Einband Taschenbuch
348 Seiten
Erscheinungsdatum 12.02.2020
Verlag Gmeiner
ISBN 978-3-8392-2641-4 
Preis Fr. 23.90

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